Zirkel des Perseus

Zirkel des Perseus

Koordinationsforum für Maskulisten - Basis in der Schweiz

 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

30 Punkte - Politische Forderung der Maskulisten

Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   printer-friendly view    Zirkel des Perseus Foren-Übersicht -> Politische Forderungen
Vorheriges Thema anzeigen :: Sorgerecht - Männergerecht  
Autor Nachricht
ajk



Anmeldungsdatum: 22.01.2009
Beiträge: 812

blank.gif
BeitragVerfasst am: 24 Sep 2009 18:57    Titel: 30 Punkte - Politische Forderung der Maskulisten Antworten mit Zitat

Dies ist die Diskussionsgrundlage

Zitat:
Ein kurzer Forderungskatalog zur sachlichen Diskussion, der noch optimiert und ergänzt werden kann:

1. Für Männer ist das Berufsleben weit gefährlicher als für Frauen. 97 Prozent aller Todesfälle infolge von Berufskrankheiten in der EU und fast 94 Prozent aller tödlichen Arbeitsunfälle in Deutschland entfallen auf Männer.


2. Die Politik richtet ihr Augenmerk im Gesundheitswesen vor allem auf Frauengesundheit. Vor einigen Jahren war der Etat für Brustkrebsforschung 53 mal so hoch wie der für Prostatakrebsforschung, trotz ähnlich hoher Mortalitätsrate.
Angesichts der um etwa sechs Jahre niedrigeren Lebenserwartung von Männern ist das eine nicht nachvollziehbare Entscheidung. Wir sollten statt dessen fordern:
• Einen Männergesundheitsbericht und eine Männergesundheitsdatenbank analog zu den bereits bestehenden Einrichtungen dieser Art für Frauen.
• Die medizinische Forschung muss sich stärker um den Mann, seinen Körper und seine Gesundheit kümmern. Sogar das Bundesgesundheitsministerium räumt ein, dass es erhebliche Defizite bei der Erforschung, Erfassung und Darstellung männerspezifischer Gesundheitsprobleme gibt.
• Verstärkte Aufklärung über Männergesundheit und mehr Anreize für Männer, an Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen.
• Eine zeitgemäße und angemessene Prostatakrebsvorsorge, u.a. durch Aufnahme der PSA-Wert-Bestimmung in die gesetzliche Prostatakrebs-Früherkennung.
• Über die Gefahren von Hodenkrebs und die Möglichkeiten der Selbstvorsorge sollten Männer besser aufgeklärt werden.
• Depressionen müssen bei Männern stärker erforscht und besser behandelt werden. Diese Krankheit wird bei Männern häufig nicht als solche erkannt oder sie wird ignoriert, obwohl beispielsweise knapp dreimal so viele Männer wie Frauen Selbstmord begehen.

3. Schätzungsweise 75 Prozent aller Wohnungslosen in Deutschland sind Männer. Dennoch richten sich überdurchschnittlich viele Hilfsangebote und Beratungsstellen gezielt an Frauen. Ähnliches gilt für Angebote wie Sucht- und Ernährungsberatung, Selbstbehauptungskurse und Migrantenförderung. Wir sollten dafür sorgen, dass für Männer in sozialen Notlagen verstärkt Hilfsangebote bereitgestellt werden, die auf ihre speziellen Probleme zugeschnitten sind.

4. Weit häufiger als Frauen werden Männer zum Opfer von Gewalttaten(im öffentlichen Raum stellen sie rund 2/3 aller Opfer). Doch die meisten Maßnahmen der Vorbeugung, Beratung und Hilfe stehen in erster Line Frauen zur Verfügung. Die geschlechterspezifische Gewaltopferbetrachtung sollte gleichberechtigt auf männliche Gewaltopfer ausgedehnt werden.

5. Jungen und Männer werden bei der Rehabilitation benachteiligt. Beispiel: In §44 SGB IX (1) 3. wird ausschließlich weiblichen behinderten Gewaltopfern ein Selbstbehauptungskurs als gesetzliche Sozialleistung bezahlt, männlichen behinderten Gewaltopfern dagegen nicht. Rehabilitationsmaßnahmen sollten allein aus Gründen der medizinischen Notwendigkeit und nicht in Abhängigkeit von Geschlecht als Kassenleistungen bezahlt werden.

6. Das Bundesfamilienministerium hat inzwischen anerkannt, daß bei häuslicher Gewalt Frauen die Hälfte der Täter stellen. Dennoch verbreiten Politik und Medien weiterhin die Legende von den Frauen als alleiniges Opfer gewalttätiger Männer. Männer werden als Opfer häuslicher Gewalt kaum zur Kenntnis genommen. Gewalt von Frauen ist ein gesellschaftliches Tabu; deswegen trauen sich nur wenige Männer, bei der Polizei Anzeige gegen ihre Partnerinnen zu erstatten. Oft wird ihnen auch nicht geglaubt, und es mangelt außerdem an geeigneten Hilfsangeboten für betroffene Männer. So ist auf der Website der Stadt Berlin zwar ein Hilfsangebot von 600 Betten für Frauen bei häuslicher Gewalt zu finden, für die ca. 23% der dort offiziell polizeilich gemeldeten Fälle männlicher Opfer steht aber nichts zur Verfügung.
Häusliche Gewalt muß unabhängig vom Geschlecht bekämpft werden.

7. Frauen dürfen zur Bundeswehr, Männer müssen dorthin. Das ist mit dem Gleichheitsgrundsatz der Verfassung nicht zu vereinbaren. Zur Herstellung wirklicher Gerechtigkeit muß die Wehrpflicht abgeschafft werden oder für beide Geschlechter gelten.

8. Auch innerhalb der Armee ist eine Gleichberechtigung von Männern und Frauen nicht gewährleistet. So darf die sexuelle Würde der Soldatinnen nicht verletzt werden. Entsprechende Bestimmungen zum Schutz von Männern gibt es nicht. Auch bei anderen internen Vorschriften, der Ausbildung (Sportnormen) und den Auslandseinsätzen (häufig nur Innendienst) und bei der Beförderung (Anstreben von 15% weiblicher Offizierquote bei weit unter 10% Soldatinnenanteil), ist eine Bevorzugung von Soldatinnen festzustellen. Auch hier muß der Gesetzgeber für Gleichbehandlung sorgen.

9. Internationale Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, daß Frauen vor Gericht für das gleiche Delikt seltener verurteilt und milder bestraft werden als Männer. Für Deutschland wurde ein "Frauenrabatt" vom Richter am Amtsgericht a. D. Prof. Ulrich Vultejus, Berlin, bestätigt ("Zeitschrift für Rechtspolitik" 3/2008 vom 11. April 2008). Auch eine Studie der Universität Stuttgart belegt, daß Frauen milder wegkommen. Hier müssen Öffentlichkeit und rechtsprechung sensibilisiert werden um die Klischees der generell "unschuldigen Frau" und des "bösen Mannes" zu überwinden.

10. Das Vortäuschen von, und die falsche Verdächtigung von Männern wegen Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen stellt ein in der kriminologischen Forschung weitgehend vernachlässigtes Thema dar. Eine Studie des LKA Bayern zu diesem Thema geht davon aus, daß deutlich mehr als die Hälfte der angezeigten Sexualstraftaten vorgetäuscht werden. Die seelischen und sozialen Folgen der Opfer von Falschbeschuldigungen sind bislang kaum erforscht.
Solche Falschbezichtigungen sollten konsequent juristisch verfolgt werden. Da im persönlichen Nahbereich häufig eine große Hemmschwelle für eine Strafanzeige gegen die Falschbezichtigerin besteht, sollte die Verfolgung dieser Straftaten von Amts wegen erfolgen.

11. Wegen ihrer geringeren Lebenserwartung müssen Männer bei gleichen Auszahlungen monatlich weniger in die private Altersvorsorge investieren. Da das auf einer versicherungsmathematisch begründbaren Risikoabschätzung beruht, ist es auch nach dem Antidiskriminierungsgesetz erlaubt. Im Gegensatz dazu werden bei der privaten Riesterrente Unisextarife vorgeschrieben. Wir sollten die Wiedereinführung der geschlechtsbezogenen Tarife erwirken. Männern kann nicht zugemutet werden, mit ihren privaten Beiträgen den längeren Rentenbezug von Frauen zu subventionieren, die in keinerlei Beziehung zu ihnen stehen.

12. Die bei der Riesterförderung gezahlten Kinderzuschläge werden grundsätzlich der Mutter überschrieben. Der Vater kann die ihm zustehende Hälfte nur erhalten, wenn seine Frau schriftlich ihr Einverständnis erteilt - das sie einmal jährlich einseitig und ohne Angaben einer Begründung widerrufen kann. Kinderzuschläge sollten automatisch hälftig auf beide Eltern aufgeteilt werden, und zwar unabhängig von der Art der gewählten Lebensform. Eine freiwillige Überschreibung der anteiligen Zuschläge von einem Partner auf den anderen ist dadurch unbenommen.

13. An den Unisextarifen der gesetzlichen Rentenversicherung ist auf Grund der langen Beitragszeiten nicht zu rütteln. Die kürzere Lebensdauer der Männer führt jedoch bei Jahrgängen ab 1970 zu einer negativen, also grundgesetzwidrigen Verzinsung. Deshalb sollte das Renteneintrittsalter der Männer um die gegenüber Frauen geringere Lebenserwartunggesenkt werden. Dieser frühere Renteneintritt könnte in dem Maße abgeschmolzen werden, in dem sich die Lebenserwartung von Männern und Frauen angleicht.

14. Zwischen Juli 2008 und Juli 2009 nahm die Zahl der arbeitslosen Männer in Deutschland um 17,1 Prozent zu, während die Zahl der arbeitslosen Frauen derweil um 1,4 Prozent zurückging.
Noch schlechter ist die Situation bei jungen Männern bis 24 Jahren: bei ihnen stieg die Zahl der Jobsuchenden innerhalb eines Jahres um gut 26 Prozent, bei jungen Frauen nur um 2,8 Prozent.
Wir müssen eine Arbeitsmarktpolitik betreiben, die sich an der Realität der Arbeitslosenzahlen orientiert.

15. An Mädchen-Zukunftstagen („Girl’s Days“) bekommen Mädchen die Chance, geschlechteruntypische Berufe kennen zu lernen. Jungen wird diese Chance weitgehend und vorsätzlich vorenthalten, obwohl das „Forum Bildung“ die gleiche Teilhabe von Mädchen und Jungen an Maßnahmen zur Erweiterung des Berufswahlspektrums auf geschlechtsuntypische Berufe schon kurz nach dem PISA-Schock empfohlen hat. Alternative: flächendeckend Zukunftstage auch für Jungen und die Projekte müssen aus dem Zugriff von "girls day" -Organisatoren geholt werden, die das bisherige Projekt "neue Wege für Jungs" nur als Umerziehungsprojekt nutzen.

16. Jungen weisen schlechtere Schulleistungen auf und stellen auf Haupt- und Sonderschulen die Mehrheit, auf Gymnasien die Minderheit der Schüler.
Als eine der Ursachen gilt der geringe Männeranteil bei erzieherischen und Lernberufen. Bekannt ist auch, daß Jungen sich im Bereich Motorik und Sprachkompetenz langsamer als Mädchen entwickeln, was ihre Chancen schon bei der Einschulung verschlechtert.
Jungen erhalten außerdem nach einer Studie des Bundesbildungsministeriums für gleiche Leistungen im Schnitt schlechtere Schulnoten als Mädchen. Sie bekommen auch bei gleichen Noten von den Lehrkräften seltener als Mädchen Gymnasialempfehlungen.
Wir brauchen eine verstärkte Männerförderung in den pädagogischen Berufen, damit Jungen in Kindergarten und Schule mehr männliche Bezugspersonen haben. Außerdem bedarf es einer deutlich stärkeren Berücksichtigung der Eigenarten von Jungen in Unterricht und Erziehung. Im Vorschul- und Grundschulbereich brauchen Jungen eine gezielte Förderung in Sprachentwicklung und Motorik.

17. Bei Bildungs-Vergleichstests wie IGLU undPISA weisen Jungen durchgängig Defizite in der Lesekompetenz auf; weit höher als die Defizite der Mädchen in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften. Trotzdem werden Mädchen in diesen Bereichen immer noch weit mehr gefördert als Jungen im Hinblick auf Leseförderung.
Wir brauchen eine gezielte jungenspezifische Leseförderung. Gleichstellungsstellen und Jugendeinrichtungen müssen neben der Mädchenförderung auch zu einer gezielten Jungenförderung verpflichtet werden.

18. Die speziellen Probleme ausländischer Jungen werden von der Politik häufig ignoriert. So stellte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Jahr 2004 eine Studie über die Situation der Migrationskinder in Deutschland vor, die sich ausschließlich mit der Situation der weiblichen Jugendlichen beschäftigte, ohne auf die männlichen Migrationskinder einzugehen.
Beim Integrationsgipfel 2006 sowie im nationalen Integrationsplan 2007 kam ebenfalls nur die Situation von Frauen und Mädchen zur Sprache. Migrantenjungen, die größten Bildungsverlierer, wurden gezielt ausgegrenzt. Angesichts der Gefahren von Kriminalität und Drogen sollten wir aktive Jungenpolitik gerade auch für Migranten betreiben.

19. Wenn über Zwangsheiraten und Ehrenmorde unter den in Deutschland lebenden Türken berichtet wird, ist fast immer nur von weiblichen Opfern die Rede. Daß auch türkische Männer gegen ihren Willen von ihren Familien verheiratet werden, findet nur selten Erwähnung. Ebensowenig die Tatsache, dass ein Drittel der Opfer vonEhrenmorden in Deutschland Männer sind, in der Türkei sogar zwei Drittel. Hier sollten wir mehr Objektivität bei Politik, Hilfsorganisationen und Medien einfordern.

20. Während viele Initiativen gegen Beschneidungen und Genitalverstümmelungen bei Frauen kämpfen, werden männliche Opfer dieses brutalen Ritus außer acht gelassen. Tatsächlich findet die rituelle Beschneidung von Jungen überall dort statt, wo auch Mädchen beschnitten werden. In Ländern der Dritten Welt werden solche Verstümmelungen auch um nichts weniger brutal vorgenommen als bei Mädchen, und die dabei entstehenden Verletzungen und Todesfälle sind gleichermaßen ernstzunehmen. Die männlichen Opfer dieses brutalen und überflüssigen Brauchs sind nicht weniger wert als die weiblichen. Beschneidungen von Kindern und Jugendlichen ohne gesundheitlichen Grund gehören abgeschafft bzw. bei religiöser Motivation in die Eigenverantwortung Erwachsener gelegt.

21. Die Rechte der Väter sind ausgesprochen lückenhaft. Schon in Artikel 6, Abs. 4 Grundgesetz wird die Diskriminierung der Vater-Kind-Beziehung festgeschrieben: Mutter und Kind stehen unter besonderem Schutz des Staates, Vater und Kind nicht. Der Diskriminierung von Scheidungsvätern im Sorge- und Umgangsrecht ist damit Tür und Tor geöffnet. So müssen viele Väter für ihre Kinder zwar Unterhalt zahlen, die Mütter können aber praktisch ungestraft den Kontakt zwischen Vater und Kindern sabotieren.

Müttern, die dem Vater hartnäckig und entgegen gerichtlich festgelegten Regelungen den Kontakt zum Kind verwehren, muß umgehend das Sorgerecht entzogen werden. Ziel sollte es sein, das Sorge- und Umgangsrecht grundsätzlich beiden Eltern zu erteilen, gleichgültig ob sie verheiratet, geschieden oder getrennt leben. Die gemeinsame Verantwortungsgemeinschaft für das gezeugte Leben darf nicht einseitig zerstört werden.

22. In diesem Zusammenhang ist auch§ 1626a aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch zu streichen. Er stellt eine Benachteiligung nichtehelicher Väter dar, indem er ihnen das Sorgerecht für ihre Kinder nur dann zugesteht, wenn die Mutter damit einverstanden ist. Auch gerichtlich können diese Männer eine Übertragung des Sorgerechts nicht durchsetzen. Insofern sind sie nur Väter von Mutters Gnaden und können bei Konflikten leicht ausgegrenzt werden. Unterhalt für das Kind und die Frau zahlen müssen sie allerdings davon unabhängig und im vollen Umfang, was die Angelegenheit besonders grotesk macht.
Mit Anerkennung der Vaterschaft soll das gemeinsame Sorgerecht gelten, solange keine Kindeswohlgefährdung nach § 1666a BGB vorliegt.

23. Bisher sollten, nach dem Willen des Bundesjustizministeriums, Vaterschaftstests von der Zustimmung der potentiellen Täterin (Straftat gemäß § 169 StGB: Personenstandsfälschung sowie gemäß § 263 StGB: Betrug) abhängig gemacht werden. Nicht nur die Deckung von Straftaten dabei ist bedenklich. Bei - je nach Studie - 10 bis 15% Kuckuckskindern wächst auch die Gefahr von juristisch relevantem Inzest, da gerade dort, wo häufig Kuckuckskinder entstehen (Nachbarschaft, Bekanntschaft, Arbeitsumfeld), nicht selten die Kinder auch ihre Partner wählen.
Es sollte deshalb einen obligatorischen Abstammungstest nach der Geburt als Voraussetzung für die standesamtliche Eintragung geben.

24. Einer Studie des Bundesfrauenministeriums aus 2006 zufolge leiden nicht nur Mütter, sondern auch Väter unter der Doppelbelastung von Beruf und Familie. Diese Tatsache wird in der Öffentlichkeit oft ignoriert. Nicht zutreffend ist außerdem die häufig verbreitete Aussage, daß Männer sich zu wenig an der Hausarbeit beteiligen. Da Männer häufiger als Frauen berufstätig sind und auch längere Arbeitszeiten haben, ist es völlig natürlich, dass sie weniger Zeit für Hausarbeit aufwenden (können) als Frauen. Ein Vergleich der Gesamt-Arbeitsbelastung (Erwerbstätigkeit plus Hausarbeit) bei berufstätigen Paaren ergibt außerdem eine im Schnitt 1,25 Stunden pro Woche größere zeitliche Belastung von Männern. Die zeitlichen Belastungen von Frauen und Männern müssen fairer beurteilt werden.

25. Die Herabwürdigung von Männern in unseren Medien sollte ebenso geächtet werden wie die Herabwürdigung von Frauen. Es gibt keinen Grund, die Diffamierung von Männern als einen Akt politischer Befreiung zu preisen. Hier geht es selbstverständlich nicht um Zensur, sondern darum, dass gegen entsprechende Schlagworte ("Männer sind Schweine"; "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann" und viele andere mehr) nachdrücklich Einspruch erhoben und eine Gegenposition eingenommen wird.

26. An den Hochschulen herrscht bei den sogenannten Gender Studies die feministische Sicht der Dinge vor.
Schluß damit! Frauen- und Männerperspektiven müssen in den Lehrplänen gleichermaßen berücksichtigt werden. Außerdem muß gerade in "Gender-Studies", die ja eine Quote im Alltagsleben fordern, der Anteil an Professoren, Studenten und universitärer Abschlüsse ausnahmslos exakt quotiert werden.

27.§ 8 des Bundesgleichstellungsgesetzes legt fest, dass Frauen im öffentlichen Dienst bevorzugt eingestellt und befördert werden dürfen, wenn sie in einzelnen Bereichen unterrepräsentiert sind. Eine entsprechende Quotenregelung für Männer gibt es nicht.
Wir sollten die ersatzlose Streichung dieses Paragraphen oder - als zweitbeste Lösung - die analoge Ausweitung auf Männer in unterrepräsentierten Bereichen fordern. Chancengleichheit heißt gleiche Startbedingungen, nicht gleichgestellter Zieleinlauf!

28. Die Gesetze schreiben die vorrangige Einstellung und Beförderung von Frauen selbst in solchen Bereichen des öffentlichen Dienstes vor, in denen Frauen mittlerweile massiv überrepräsentiert sind. Diese Regelung entbehrt mittlerweile jeglicher Grundlage. Deshalb sollte ab einem Frauenanteil von 50% jegliche Frauenförderung eingestellt wird. Statt dessen sollte überall dort, wo Frauen überwiegen, die Einstellung von Männern gefördert werden.

29. In der Bundesverwaltung und in verschiedenen Bundesländern haben Männer für die Tätigkeit der Gleichstellungsbeauftragten weder das aktive noch das passive Wahlrecht.
Schluß mit dem geschlechtsbedingten Betätigungsverbot!

30. Gleichstellungsbeauftragte in Behörden und Kommunen – bei denen es sich fast ausschließlich um Frauen handelt – sind faktisch nur für Frauenangelegenheiten zuständig. Die Politik des Gender Mainstreaming soll zwar die Lebenswirklichkeit von Frauen und Männern berücksichtigen, ist in der Praxis aber kaum mehr als die Fortführung der altbekannten Frauenpolitik. Wir sollten dafür sorgen, daß Geschlechterpolitik nicht länger nur als Frauenpolitik verstanden werden darf, sondern genauso die Situation und Probleme der Männer ins Blickfeld nimmt. Die Posten der Gleichstellungsbeauftragten müssen entweder paritätisch besetzt oder ganz gestrichen werden.


/ajk

_________________
"Überflüssig zu fragen, was Domänen drohte, die von denjenigen erobert würden, die unfähig sind, selbst welche aufzubauen. Die Zustände in Politik, Bildung und Medien haben längst die Antwort geliefert." Der Maskulist
Nach oben
Manhood



Anmeldungsdatum: 06.05.2009
Beiträge: 369
Wohnort: Kanton Schwyz

switzerland.gif
BeitragVerfasst am: 24 Sep 2009 19:40    Titel: Warum fehlt das Wichtigste?! Antworten mit Zitat

Das trivialste, was eigentlich zuerst stehen müsste, steht nirgends:

Ein explizit in der Verfassung verankertes, gerichtlich einklagbares Diskriminierungsverbot für Männer.

Theoretisch gäbe es das schon heute, was aber in der Praxis nicht ausreicht.

Es drängen sich daher folgende Massnahmen auf, damit trotz lila Pudeln und Frauen in der Justiz eine Chance besteht, dass sich die Gerichte an die Verfassung halten:

Es muss in der Verfassung explizit erwähnt werden, dass das Diskriminierungsverbot aufgrund des Geschlechts auch und besonders für Männer gilt.

Die Verfassung muss Sanktionsmöglichkeiten gegen Richter vorsehen, die nicht bereit sind, sich in dieser Hinsicht an die Verfassung zu halten.

Eine entsprechende Klage von einem Mann muss zum Ausstand der Richterinnen und Staatsanwältinnen führen, da diese als selber Privilegierte befangen und damit parteiisch sind.

Grüsse

Manhood

_________________
„Beschimpfungen, Verleumdungen, anonyme Briefe. Die Zunge ist das Schwert der Weiber, ihre geistige Schwäche lässt sie auf Beweise verzichten, also bleibt nur die Fülle der Wörter.“
Dr. Paul Julius Möbius
Nach oben
Altschneider



Anmeldungsdatum: 23.04.2009
Beiträge: 24
Wohnort: Stutgart

blank.gif
BeitragVerfasst am: 24 Sep 2009 19:54    Titel: Ich versuch es mal Antworten mit Zitat

Zuerst einmal Danke für die schnelle Reaktion. Vielleicht habt ihr Recht - es ist auf jeden Fall ein interessantes Experiment.

Die Liste der Diskussionsgrundlage beschreibt den Ist-Zustand (ähnlich mit Manndats neuer Liste mit Forderungen).

Ich würde einmal als Versuch einen allgemeinen Grundsatzkatalog erstellen und die einzelnen Forderung darunter zusammenfassen.
Allerdings hielte ich es nicht für gut, genauso wie Frauen jeden Unterschied als Nachteil auszulegen und für die Zukunft zu wünschen, genauso viele Männerförderprogramme zu haben wie heute Fraueförderprogramme, abgesehen mal davon, dass die Gesellschaft dann langam unter der Belastung kollabieren würde.

Nachteile beseitigen und Männer respektieren sollte das Ziel sein.

Allgemein würde ich es so formulieren.

1. Eine menschliche Gesellschaft soll die Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit respektieren. Teilhabe an der Gestaltung der Gesellschaft ist keine Frage des Geschlechts.
2. Menschenwürde ist keine Frage des Geschlechts, sondern eine dem Menschen zustehendes Recht.
3. Gleichstellung, Gender mainstreaming, jede einseitige Bevorzugung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts wie etwa Quotierung von Arbeit schränken die Eigenverantwortung und die Selbstwirksamkeit des Einzelnen ein und sind daher abzulehnen.
3 a. Jede Form von Diskriminierung durch den Staat ist abzulehen. Daher kann es auch keine positive und negative Diskriminierung geben.
4. Die moderne Gesellschaft erlaubt eine Vielfalt von Beziehungen. Beziehungen sind, vor allem, wenn Kinder da sind, von gegenseitiger Verantwortung geprägt. Vater und Mutter haben gleichermaßen die Verantwortung für die Kinder. Das ist unabhängig von der Institutionalisierung der Elternschaft. Unverheiratete Väter sind verheirateten Vätern gleichzustellen.
4a. Elterliche Verantwortung ist weit mehr als die finanzielle Absicherung. Im Trennungsfall muss die Verantwortung von beiden Seiten übernommen werden. In der modernen Gesellschaft übernehmen daher Väter wie Mütter Eigenverantwortung. Ehegattenunterhalt muss daher die Ausnahme sein.
4b. Das Sorgerecht für Kinder gehört grundsätzlich beiden Eltern. Damit tragen auch beide die Verantwortung für die Erziehung und die Versorgung des Kindes. Kindesunterhalt wird nur in begründeten Ausnahmefällen gezahlt. Sollte eines der beiden Elternteile finanziell nicht in der Lage sein, das Kind zu erhalten, soll der Lebensmittelpunkt des Kindes bei dem Einkommensstärksten Elternteil liegen. Das Umgangrecht bleibt davon unberührt.
5. Berufswahl, Gestaltung von Beziehungen und Arbeiten des täglichen Lebens sind nicht Sache des Staates. Ihre Gestaltung obliegt den Einzelnen. Der Staat hat Randbedingungen zu schaffen, der es den Menschen ermöglicht, soweit möglich ihren Bedürfnissen entsprechend ihr Leben zu gestalten.
Nach oben
ajk



Anmeldungsdatum: 22.01.2009
Beiträge: 812

blank.gif
BeitragVerfasst am: 24 Sep 2009 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Nachteile beseitigen und nicht noch mehr Programme und Förderungen finde ich auch gut. Zumal ich als Mann eher auf "Möglichkeit zur Selbsthilfe" plädiere anstatt auf "bitte hilft mir" wie es im Feminismus der Fall zu sein scheint.

Ich bin sehr stark dafür das die ganzen Geldverschwendungsdinge aufhören und nicht noch mehr werden. Danke für Die Beiträge, ich denke wir sollten wirklich für vieles einzelne Threads machen sonst wird das ein Kuddelmuddel.

/ajk

_________________
"Überflüssig zu fragen, was Domänen drohte, die von denjenigen erobert würden, die unfähig sind, selbst welche aufzubauen. Die Zustände in Politik, Bildung und Medien haben längst die Antwort geliefert." Der Maskulist
Nach oben
Altschneider



Anmeldungsdatum: 23.04.2009
Beiträge: 24
Wohnort: Stutgart

blank.gif
BeitragVerfasst am: 24 Sep 2009 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Idee war, so eine Art Grundlage der Forderungen zu schaffen, die in der Formulierung so oder so ähnlich in ein Parteiprogramm könnten.
Die einzelnen Punkte des Maskulisten könnten wir dann, als Vorschlag, unter den Oberforderungen einordnen, um diese zu erläutern oder zu vertiefen.
Ist natürlich nur ein Vorschlag. aber wenn wir den Termin morgen einhalten wollen, wäre das doch eine Möglichkeit, alles auf den Punkt zu bringen.
Wenn nicht alles abgedeckt ist, kann man ja noch den einen oder anderen Punkt definieren.

Meiner persönlichen Ansischt nach ist Maskulismus nicht das Gegenteil von Feminismus. Ich möchte erreichen, das Männer als Männer respektiert werden, das Jungen jungengerecht (nicht gendergerecht) aufwachsen können und sich darauf freuen können, Männer zu werden. Und ich möchte erreichen, dass der staatliche Dirigimus aufhört und mein Leben und meine Beziehung selbst gestalten.Und natürlich muss die Entrechtung und Ausbeutung von Vätern sofort aufhören. Das wären meine persönlichen Nahziele.
Allerdings bedeutet das auch, Frauen konkret etwas wegzunehmen.

Also, macht was draus. Ich muss jetzt ins Bett, melde mich morgen früh wieder, gespannt, ob das so klappt.
Nach oben
Altschneider



Anmeldungsdatum: 23.04.2009
Beiträge: 24
Wohnort: Stutgart

blank.gif
BeitragVerfasst am: 24 Sep 2009 21:21    Titel: Nachtrag Antworten mit Zitat

Ach ja, habe ich vergessen:

6. Gewalt, auch häusliche Gewalt, erfordert den Schutz und Hilfe für die Opfer. Die kann nicht am Geschlecht ausgerichtet sein. Daher sind Frauenhäuser künftig als Gewaltschutzhäuser zu betreiben, die Opfern jedes Geschlechts Zuflucht bieten, aber auch Kindern. Damit können auch die Opfer erkennen, das Gewalt eine Sache von Täter und Opfer ist und nicht eine Sache des Geschlechts.
7. Ämter müssen der Kontrolle durch die Wähler unterliegen. Jugendämter sind daher aufzulösen und ihre Nachfolgeorganisation einem dem Bürger verantwortlichen Ministerium zu unterstellen.
Nach oben
ajk



Anmeldungsdatum: 22.01.2009
Beiträge: 812

blank.gif
BeitragVerfasst am: 24 Sep 2009 21:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Altschneider,

das sehe ich so ziemlich genauso. Ich muss morgen auch arbeiten und kann nicht ewig unterwegs sein im Internet.

Maskulismus ist _KEIN_ Feminismus nur mit einem anderen Geschlecht. Frauen sind nicht die Feinde, sondern Feminstinnen. Das gehört aber nicht zu den "Forderungen" sondern ist privat für uns.

1. Männer als Männer respektiert - ja
Dazu gehört: Sexistische und Werbung in welcher Männer herabgewürdigt werden, soll genauso geahndet werden wie bei Frauen.

2. Jungen jungengerecht auchwachsen lassen - ja
Dazu müssen wir aber erst klären was davon Jungengerecht ist.

3. Dirigismus beenden - ja
Da muss aber einiges geklärt werden was unter Dirigismus zu verstehen ist.

4. Entrechtung - ja
Was ist unter Entrechtung zu verstehen?

5. Ausbeutung - ja
Was ist unter Ausbeutung zu verstehen? Was ist Ausbeutung und was ist keine Ausbeutung.

6. Frauen was wegnehmen - wott?
Naja nur die ungerechten "Rechte". Sonst ist mir das alles egal. Ich will nur Ausgleich und eine Macht- sowie Rechtebalance.

/ajk

_________________
"Überflüssig zu fragen, was Domänen drohte, die von denjenigen erobert würden, die unfähig sind, selbst welche aufzubauen. Die Zustände in Politik, Bildung und Medien haben längst die Antwort geliefert." Der Maskulist
Nach oben
Altschneider



Anmeldungsdatum: 23.04.2009
Beiträge: 24
Wohnort: Stutgart

blank.gif
BeitragVerfasst am: 25 Sep 2009 7:44    Titel: Antworten mit Zitat

Was denn, das ist alles hier. Dachte ich es mir doch, das keiner ernsthaft Forderungen stellen will - aber alle hinter den Piraten herlaufen. Jetzt wird wahrscheinlich wieder jeder in seinem Strang diskutieren - und ein paar Meinungsführer werden dann mit den Piraten irgend was abkaspern.

Eigentlich wollte ich ja nicht auch noch eigenständig etwas entwerfen und die Zeit für eine grundlegende Diskussion haben wir nicht - wobei ich ohnehin nicht der Meinung bin, dass die Piraten es bringen - aber was soll es:

Also, zu 1: Werbung - ja, natürlich, das eigentliche traurige aber ist, dass der Werberrat die männerfeindliche Werbung gar nicht als solche wahrnimmt. Es müsste erst einmal wieder in das Bewusstsein gebracht werden, dass für Männer natürlich auch das Grundrecht auf Würde gilt.
Und auch hier kann keine Symetrie sein - wenn es als diskriminerend gilt, das ein gut bezahltes Model zu 1/ 10 angezogen auf irgendwelchen Motorhauben liegt, dann werde ich bei ähnlichen Männerdarstellung da nicht folgen.
2: Ich hatte extra Wörter gewählt, die viel Interpretationsbedarf lassen, schließlich sind die Maskullisitischen Forderungen einzubauen und es ist nur ein Diskussionsgrundlage.
Jungengerecht: Jungen als wertvolle Menschen akzeptieren, ihnen aber auch die Fähigkeiten mitgeben, mit ihren Fähigkeiten umgehen zu können. Jungen nicht als verkümmerte Mädchen betrachten.
3. Na ja, wenn der Staat vorschreibt, wer welche Hausarbeit zu machen hat, welchen Beruf zu wählen hat, wer zur Kinderbetreuung zu Hause bleibt - solche Sachen eben.
4. Wenn du nicht verheiratet bist zum Beispiel können dir deine Kinder weggenommen werden, ohne das du das geringste Recht an ihnen hättest. Nach Menschenrechtskriterien aber und auch nach dem früheren Recht in diesem Land hast du als Vater sehr wohl ein Recht auf deine Kinder.
5. Ausbeutung - welche Ausbeutung? Aber Kinder als Einkommensquelle, Väter als Dauerversorger auch über das Ende der Beziehung hinaus würde ich schon als Ausbeutung bezeichnen.
6. Du kennst doch die Aussage bei Manndat, wir wollen Frauen nichts wegnehmen. Wird wahrscheinlich auch bei anderen Parteien nicht auf gegenliebe stoßen, zu fordern, alle Frauenförderung einzustellen. Aber zum einen setz man sonst eine Förderspirale in Gang zwischen Männern und Frauen, zum anderen demütigt es die Frauen, wenn sie nur etwas mit Privilegien und Förderungen erreichen können.
Bisher hat es keinen interessiert, das die Privilegien für Frauen ungerecht und ungerechtfertigt waren. Wird auch weiter keinen Interessieren.

Naja, mein Beitrag dazu. Nicht, dass ich den Piraten in dieser Hinsicht viel zutraue, aber ich fand es sehr gut, wie der Moderator im Gelben aufgetreten ist - und wir sollten es nutzen. Aber das hier ist wieder typisch - da wird eine Partei, die vielleicht eine kleine Chance hat, die 5 % Hürde zu meistern, als Heilsbringer fast hysterisch angepriesen, nur weil sie nicht explizit männferfeindlich ist wie die anderen Parteien, aber wenn was konkretes gemacht werden soll, dann passiert nix.

Na, muss jetzt erst mal arbeiten.
Nach oben
ajk



Anmeldungsdatum: 22.01.2009
Beiträge: 812

blank.gif
BeitragVerfasst am: 25 Sep 2009 9:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich poste diese Meldung jetzt auch woanders, damit mehr Leute darauf aufmerksam werden.

In übrigen muss ich auch arbeiten und hab nicht ewig Zeit. Andere auch nicht.

/ajk

_________________
"Überflüssig zu fragen, was Domänen drohte, die von denjenigen erobert würden, die unfähig sind, selbst welche aufzubauen. Die Zustände in Politik, Bildung und Medien haben längst die Antwort geliefert." Der Maskulist
Nach oben
ChrisTine



Anmeldungsdatum: 24.09.2009
Beiträge: 1

germany.gif
BeitragVerfasst am: 25 Sep 2009 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Altschneider hat folgendes geschrieben:

Naja, mein Beitrag dazu. Nicht, dass ich den Piraten in dieser Hinsicht viel zutraue, aber ich fand es sehr gut, wie der Moderator im Gelben aufgetreten ist - und wir sollten es nutzen. Aber das hier ist wieder typisch - da wird eine Partei, die vielleicht eine kleine Chance hat, die 5 % Hürde zu meistern, als Heilsbringer fast hysterisch angepriesen, nur weil sie nicht explizit männferfeindlich ist wie die anderen Parteien, aber wenn was konkretes gemacht werden soll, dann passiert nix.


Hallo Altschneider,

ich habe mir jetzt extra nur diesen Abschnitt heraus gesucht, alles andere überlasse ich - gerade in diesem Forum - doch lieber den Männern Wink

Als ich mich vor ein paar Wochen für die Piratenpartei entschieden habe, hatte das mit Männeranliegen überhaupt nichts zu tun. Mir ging es einzig und alleine um Bürgerrechte, die bekanntlich immer mehr abgebaut werden. Erst jüngst durfte ich das vor unserem Urlaub in der Ukraine erleben. Ich brauchte leider einen Reisepass und... obwohl ich wußte, das ich Fingerabdrücke abgeben muss, war ich aggressiv bis zum geht nicht mehr. Natürlich habe ich das nicht an der Sachbearbeiterin ausgelassen, aber eine Bemerkung konnte ich mir nicht verkneifen und zwar in dem Sinne, wieweit wir mittlerweile mit unseren Bürgerrechten gekommen sind, das unbescholtene Menschen analog schwerer Verbrecher, ihre Fingerabdrücke abgeben müssen.
Ich glaube, ich brauche nicht aufzählen, welche Bürgerrechte in den letzten Jahren eingeschränkt wurden.
Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber wie bereits gesagt, Männerrechte waren für meine Entscheidung nicht maßgebend.

Herzlicher Gruß - Christine
Nach oben
chrima



Anmeldungsdatum: 25.09.2009
Beiträge: 6

blank.gif
BeitragVerfasst am: 25 Sep 2009 18:14    Titel: Re: Ich versuch es mal Antworten mit Zitat

Hallo an alle!

Nach dem Debakel im Forum der AG Männer sollten wir eigentlich erstmal froh sein, daß das Forum geschlossen ist. Das verschafft uns doch endlich den Freiraum uns erstmal selbst zu positionieren und vor allem uns zu überlegen wie wir Störungsversuche von interessierter Seite (die sicher wieder wieder unternommen werden) weitestmöglich verhindern und wenn sie denn trotzdem vorkommen, wie wir damit umgehen können.
Ich denke jedoch eine weitere Diskussion zu diesem Thema erübrigt sich solange, bis klar ist ob es innerhalb des Piratenforums überhaupt noch eine Möglichkeit gibt ein Forum zu betreiben. Mir scheint Arvid's Vorschläge haben inzwischen gar keine Bedeutung mehr, was ich bedauern würde.

Zunächst hielt ich die Liste von Maskulist auch für eine geeignete Vorgabe für eine Struktur des Forums. Inzwischen bin ich dank Altschneiders Beitrag hier der Meinung sein Ansatz ist geeigneter. Denn Maskus Liste enthält zu viele Punkte, die als Angriffspunkte für die Genderisten und Feministen dienen die Diskussion immer wieder ins Unsachliche zu ziehen.

Diese Liste halte ich für wesentlich geeigneter eine Struktur vorzugeben in die sich die einzelnen Punkte von Maskulist (und ggf. noch weitere) als Unterthemen nach und nach gezielt einbringen lassen.

Altschneider hat folgendes geschrieben:

1. Eine menschliche Gesellschaft soll die Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit respektieren. Teilhabe an der Gestaltung der Gesellschaft ist keine Frage des Geschlechts.
2. Menschenwürde ist keine Frage des Geschlechts, sondern eine dem Menschen zustehendes Recht.
3. Gleichstellung, Gender mainstreaming, jede einseitige Bevorzugung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts wie etwa Quotierung von Arbeit schränken die Eigenverantwortung und die Selbstwirksamkeit des Einzelnen ein und sind daher abzulehnen.
3 a. Jede Form von Diskriminierung durch den Staat ist abzulehen. Daher kann es auch keine positive und negative Diskriminierung geben.
4. Die moderne Gesellschaft erlaubt eine Vielfalt von Beziehungen. Beziehungen sind, vor allem, wenn Kinder da sind, von gegenseitiger Verantwortung geprägt. Vater und Mutter haben gleichermaßen die Verantwortung für die Kinder. Das ist unabhängig von der Institutionalisierung der Elternschaft. Unverheiratete Väter sind verheirateten Vätern gleichzustellen.
4a. Elterliche Verantwortung ist weit mehr als die finanzielle Absicherung. Im Trennungsfall muss die Verantwortung von beiden Seiten übernommen werden. In der modernen Gesellschaft übernehmen daher Väter wie Mütter Eigenverantwortung. Ehegattenunterhalt muss daher die Ausnahme sein.
4b. Das Sorgerecht für Kinder gehört grundsätzlich beiden Eltern. Damit tragen auch beide die Verantwortung für die Erziehung und die Versorgung des Kindes. Kindesunterhalt wird nur in begründeten Ausnahmefällen gezahlt. Sollte eines der beiden Elternteile finanziell nicht in der Lage sein, das Kind zu erhalten, soll der Lebensmittelpunkt des Kindes bei dem Einkommensstärksten Elternteil liegen. Das Umgangrecht bleibt davon unberührt.
5. Berufswahl, Gestaltung von Beziehungen und Arbeiten des täglichen Lebens sind nicht Sache des Staates. Ihre Gestaltung obliegt den Einzelnen. Der Staat hat Randbedingungen zu schaffen, der es den Menschen ermöglicht, soweit möglich ihren Bedürfnissen entsprechend ihr Leben zu gestalten.


Mit der Formulierung der Punkt 4, 4a und 4b habe ich noch so meine Schwierigkeiten. Beispielsweise reicht mir die Forderung "unverheiratete Väter sind verheirateten Vätern gleichzistellen" nicht. Einmal wegen des Wortes "gleichzustellen" zum anderen, weil die Rechte verheirateter Väter ja nun auch nicht gerade als gut zu bezeichnen ist. Man denke nur an das ABR.
Auch hier halte ich eine weitere Diskussion momentan nur für sinnvoll, wenn fest steht ob und wenn ja wie es weitergeht.

Hinzufügen möchte ich noch die Punkte:


6. Vater des Kindes ist derjenige von dem das Kind genetisch abstammt.
7. Staatliche Zwangsdienste werden ersatzlos abgeschafft. Falls sie nicht abgeschafft werden können, fallen auch Frauen unter diese Dienste.

Grüße
chrima
Nach oben
Altschneider



Anmeldungsdatum: 23.04.2009
Beiträge: 24
Wohnort: Stutgart

blank.gif
BeitragVerfasst am: 25 Sep 2009 18:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Chrima,

die Liste ist auch zum daranrummachen gedacht. Bin jetzt weg und kann erst morgen wieder dabeisein - also bedien dich ruhig.

@Christine: Das ist in Ordnung, auch ich habe ja lange damit geliebäugelt, den P. meine Stimme zu geben. Aber meine Recherchen haben mich dann doch daran Zweifeln lassen, ob hier wirlich Bürgerrechte vertreten werden. S. meine Beiträge.
Vielleicht hatten Piraten und Männerrechtler einfach eine schlechten Start.

Muss jetzt los, Orks jagen.
Nach oben
chrima



Anmeldungsdatum: 25.09.2009
Beiträge: 6

blank.gif
BeitragVerfasst am: 25 Sep 2009 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Altschneider hat folgendes geschrieben:
Hallo, Chrima,

die Liste ist auch zum daranrummachen gedacht. Bin jetzt weg und kann erst morgen wieder dabeisein - also bedien dich ruhig.


Würde ich gern. Bin jetzt aber auch weg und zwar wohl bis Montag.

Grüße
chrima
Nach oben
ajk



Anmeldungsdatum: 22.01.2009
Beiträge: 812

blank.gif
BeitragVerfasst am: 26 Sep 2009 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

So ich mach jetzt einige Stränge auf damit die einzelnen Bereiche formuliert werden können. Ich weiss ihr habt was dagegen aber wenn man alle Aspekte in einem Strang durchredet wird das unübersichtlich.

Ich organisiere das anhand von Altschneiders Liste und wir fügen dann die Punkte von "Maskulist" in den Strang rein, von denen wir denken das sie die richtigen sind.

edit: Jetzt muss ich aber erstmal einkaufen.

/ajk

_________________
"Überflüssig zu fragen, was Domänen drohte, die von denjenigen erobert würden, die unfähig sind, selbst welche aufzubauen. Die Zustände in Politik, Bildung und Medien haben längst die Antwort geliefert." Der Maskulist
Nach oben
Altschneider



Anmeldungsdatum: 23.04.2009
Beiträge: 24
Wohnort: Stutgart

blank.gif
BeitragVerfasst am: 26 Sep 2009 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

Da haben wir uns leider etwa überschnitten. Ich habe mal alle Punkte des Maskulisten als Beispiele für den Istzustand den politischen Foderungen (nummeriert) zugeordnet - grob und sicher zu diskutieren.

Ist leider sehr lang geworden. /ajK kannst du das in die einzelen Stränge aufteilen?


1. Eine menschliche Gesellschaft soll die Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit respektieren. Teilhabe an der Gestaltung der Gesellschaft ist keine Frage des Geschlechts.

Es gibt keine männliche Gesellschaft, genauso wenig wie es eine weibliche oder eine kindliche gibt (eine kindische schon). Alle Mitglieder einer Gesellschaft gestalten diese durch die Vielfalt ihrer Beziehungen untereinander und gegen den Staat, durch die ihnen eigen Individualität und die unterschiedlichen Notwendigkeiten, der die Menschen unterliegen. Durch das demokratische System ist seit seiner Einführung gewährleistet, dass Frauen wie Männer gleichermaßen die politischen Rahmenbedingung bestimmt haben und bestimmen werden. Jede freiheitliche Politik muss dies respektieren, eine selektive Politik, die zum Ziel hat, den einen oder anderen, zwangläufig willkürlich definierten Aspekt eines vielfältig untereinander verschränkten Gesellschaftsgeflechts herauszubrechen, ist abzulehnen.



Für Männer ist das Berufsleben weit gefährlicher als für Frauen. 97 Prozent aller Todesfälle infolge von Berufskrankheiten in der EU und fast 94 Prozent aller tödlichen Arbeitsunfälle in Deutschland entfallen auf Männer.


Die Politik richtet ihr Augenmerk im Gesundheitswesen vor allem auf Frauengesundheit. Vor einigen Jahren war der Etat für Brustkrebsforschung 53 mal so hoch wie der für Prostatakrebsforschung, trotz ähnlich hoher Mortalitätsrate.
Angesichts der um etwa sechs Jahre niedrigeren Lebenserwartung von Männern ist das eine nicht nachvollziehbare Entscheidung. Wir sollten statt dessen fordern:
• Einen Männergesundheitsbericht und eine Männergesundheitsdatenbank analog zu den bereits bestehenden Einrichtungen dieser Art für Frauen.
• Die medizinische Forschung muss sich stärker um den Mann, seinen Körper und seine Gesundheit kümmern. Sogar das Bundesgesundheitsministerium räumt ein, dass es erhebliche Defizite bei der Erforschung, Erfassung und Darstellung männerspezifischer Gesundheitsprobleme gibt.
• Verstärkte Aufklärung über Männergesundheit und mehr Anreize für Männer, an Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen.
• Eine zeitgemäße und angemessene Prostatakrebsvorsorge, u.a. durch Aufnahme der PSA-Wert-Bestimmung in die gesetzliche Prostatakrebs-Früherkennung.
• Über die Gefahren von Hodenkrebs und die Möglichkeiten der Selbstvorsorge sollten Männer besser aufgeklärt werden.
• Depressionen müssen bei Männern stärker erforscht und besser behandelt werden. Diese Krankheit wird bei Männern häufig nicht als solche erkannt oder sie wird ignoriert, obwohl beispielsweise knapp dreimal so viele Männer wie Frauen Selbstmord begehen.

Schätzungsweise 75 Prozent aller Wohnungslosen in Deutschland sind Männer. Dennoch richten sich überdurchschnittlich viele Hilfsangebote und Beratungsstellen gezielt an Frauen. Ähnliches gilt für Angebote wie Sucht- und Ernährungsberatung, Selbstbehauptungskurse und Migrantenförderung. Wir sollten dafür sorgen, dass für Männer in sozialen Notlagen verstärkt Hilfsangebote bereitgestellt werden, die auf ihre speziellen Probleme zugeschnitten sind.

Weit häufiger als Frauen werden Männer zum Opfer von Gewalttaten(im öffentlichen Raum stellen sie rund 2/3 aller Opfer). Doch die meisten Maßnahmen der Vorbeugung, Beratung und Hilfe stehen in erster Line Frauen zur Verfügung. Die geschlechterspezifische Gewaltopferbetrachtung sollte gleichberechtigt auf männliche Gewaltopfer ausgedehnt werden.

Jungen und Männer werden bei der Rehabilitation benachteiligt. Beispiel: In §44 SGB IX (1) 3. wird ausschließlich weiblichen behinderten Gewaltopfern ein Selbstbehauptungskurs als gesetzliche Sozialleistung bezahlt, männlichen behinderten Gewaltopfern dagegen nicht. Rehabilitationsmaßnahmen sollten allein aus Gründen der medizinischen Notwendigkeit und nicht in Abhängigkeit von Geschlecht als Kassenleistungen bezahlt werden.


Bei Bildungs-Vergleichstests wie IGLU undPISA weisen Jungen durchgängig Defizite in der Lesekompetenz auf; weit höher als die Defizite der Mädchen in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften. Trotzdem werden Mädchen in diesen Bereichen immer noch weit mehr gefördert als Jungen im Hinblick auf Leseförderung.
Wir brauchen eine gezielte jungenspezifische Leseförderung. Gleichstellungsstellen und Jugendeinrichtungen müssen neben der Mädchenförderung auch zu einer gezielten Jungenförderung verpflichtet werden.

Die speziellen Probleme ausländischer Jungen werden von der Politik häufig ignoriert. So stellte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Jahr 2004 eine Studie über die Situation der Migrationskinder in Deutschland vor, die sich ausschließlich mit der Situation der weiblichen Jugendlichen beschäftigte, ohne auf die männlichen Migrationskinder einzugehen.
Beim Integrationsgipfel 2006 sowie im nationalen Integrationsplan 2007 kam ebenfalls nur die Situation von Frauen und Mädchen zur Sprache. Migrantenjungen, die größten Bildungsverlierer, wurden gezielt ausgegrenzt. Angesichts der Gefahren von Kriminalität und Drogen sollten wir aktive Jungenpolitik gerade auch für Migranten betreiben.





2. Menschenwürde ist keine Frage des Geschlechts, sondern jedem Menschen zustehendes Recht.


Die Herabwürdigung von Männern in unseren Medien sollte ebenso geächtet werden wie die Herabwürdigung von Frauen. Es gibt keinen Grund, die Diffamierung von Männern als einen Akt politischer Befreiung zu preisen. Hier geht es selbstverständlich nicht um Zensur, sondern darum, dass gegen entsprechende Schlagworte ("Männer sind Schweine"; "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann" und viele andere mehr) nachdrücklich Einspruch erhoben und eine Gegenposition eingenommen wird.



3. Gleichstellung, Gender mainstreaming, jede einseitige Bevorzugung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts wie etwa Quotierung von Arbeit schränken die Eigenverantwortung und die Selbstwirksamkeit des Einzelnen ein und sind daher abzulehnen.


An den Hochschulen herrscht bei den sogenannten Gender Studies die feministische Sicht der Dinge vor.
Schluß damit! Frauen- und Männerperspektiven müssen in den Lehrplänen gleichermaßen berücksichtigt werden. Außerdem muß gerade in "Gender-Studies", die ja eine Quote im Alltagsleben fordern, der Anteil an Professoren, Studenten und universitärer Abschlüsse ausnahmslos exakt quotiert werden.


Gleichstellungsbeauftragte in Behörden und Kommunen – bei denen es sich fast ausschließlich um Frauen handelt – sind faktisch nur für Frauenangelegenheiten zuständig. Die Politik des Gender Mainstreaming soll zwar die Lebenswirklichkeit von Frauen und Männern berücksichtigen, ist in der Praxis aber kaum mehr als die Fortführung der altbekannten Frauenpolitik. Wir sollten dafür sorgen, daß Geschlechterpolitik nicht länger nur als Frauenpolitik verstanden werden darf, sondern genauso die Situation und Probleme der Männer ins Blickfeld nimmt. Die Posten der Gleichstellungsbeauftragten müssen entweder paritätisch besetzt oder ganz gestrichen werden.



An den Unisextarifen der gesetzlichen Rentenversicherung ist auf Grund der langen Beitragszeiten nicht zu rütteln. Die kürzere Lebensdauer der Männer führt jedoch bei Jahrgängen ab 1970 zu einer negativen, also grundgesetzwidrigen Verzinsung. Deshalb sollte das Renteneintrittsalter der Männer um die gegenüber Frauen geringere Lebenserwartunggesenkt werden. Dieser frühere Renteneintritt könnte in dem Maße abgeschmolzen werden, in dem sich die Lebenserwartung von Männern und Frauen angleicht.



Wegen ihrer geringeren Lebenserwartung müssen Männer bei gleichen Auszahlungen monatlich weniger in die private Altersvorsorge investieren. Da das auf einer versicherungsmathematisch begründbaren Risikoabschätzung beruht, ist es auch nach dem Antidiskriminierungsgesetz erlaubt. Im Gegensatz dazu werden bei der privaten Riesterrente Unisextarife vorgeschrieben. Wir sollten die Wiedereinführung der geschlechtsbezogenen Tarife erwirken. Männern kann nicht zugemutet werden, mit ihren privaten Beiträgen den längeren Rentenbezug von Frauen zu subventionieren, die in keinerlei Beziehung zu ihnen stehen.






Jungen weisen schlechtere Schulleistungen auf und stellen auf Haupt- und Sonderschulen die Mehrheit, auf Gymnasien die Minderheit der Schüler.
Als eine der Ursachen gilt der geringe Männeranteil bei erzieherischen und Lernberufen. Bekannt ist auch, daß Jungen sich im Bereich Motorik und Sprachkompetenz langsamer als Mädchen entwickeln, was ihre Chancen schon bei der Einschulung verschlechtert.
Jungen erhalten außerdem nach einer Studie des Bundesbildungsministeriums für gleiche Leistungen im Schnitt schlechtere Schulnoten als Mädchen. Sie bekommen auch bei gleichen Noten von den Lehrkräften seltener als Mädchen Gymnasialempfehlungen.
Wir brauchen eine verstärkte Männerförderung in den pädagogischen Berufen, damit Jungen in Kindergarten und Schule mehr männliche Bezugspersonen haben. Außerdem bedarf es einer deutlich stärkeren Berücksichtigung der Eigenarten von Jungen in Unterricht und Erziehung. Im Vorschul- und Grundschulbereich brauchen Jungen eine gezielte Förderung in Sprachentwicklung und Motorik.




3 a. Jede Form von Diskriminierung durch den Staat ist abzulehnen. Daher kann es auch keine positive und negative Diskriminierung geben.

.§ 8 des Bundesgleichstellungsgesetzes legt fest, dass Frauen im öffentlichen Dienst bevorzugt eingestellt und befördert werden dürfen, wenn sie in einzelnen Bereichen unterrepräsentiert sind. Eine entsprechende Quotenregelung für Männer gibt es nicht.
Wir sollten die ersatzlose Streichung dieses Paragraphen oder - als zweitbeste Lösung - die analoge Ausweitung auf Männer in unterrepräsentierten Bereichen fordern. Chancengleichheit heißt gleiche Startbedingungen, nicht gleichgestellter Zieleinlauf!

28. Die Gesetze schreiben die vorrangige Einstellung und Beförderung von Frauen selbst in solchen Bereichen des öffentlichen Dienstes vor, in denen Frauen mittlerweile massiv überrepräsentiert sind. Diese Regelung entbehrt mittlerweile jeglicher Grundlage. Deshalb sollte ab einem Frauenanteil von 50% jegliche Frauenförderung eingestellt wird. Statt dessen sollte überall dort, wo Frauen überwiegen, die Einstellung von Männern gefördert werden.

In der Bundesverwaltung und in verschiedenen Bundesländern haben Männer für die Tätigkeit der Gleichstellungsbeauftragten weder das aktive noch das passive Wahlrecht.
Schluß mit dem geschlechtsbedingten Betätigungsverbot!


Auch innerhalb der Armee ist eine Gleichberechtigung von Männern und Frauen nicht gewährleistet. So darf die sexuelle Würde der Soldatinnen nicht verletzt werden. Entsprechende Bestimmungen zum Schutz von Männern gibt es nicht. Auch bei anderen internen Vorschriften, der Ausbildung (Sportnormen) und den Auslandseinsätzen (häufig nur Innendienst) und bei der Beförderung (Anstreben von 15% weiblicher Offizierquote bei weit unter 10% Soldatinnenanteil), ist eine Bevorzugung von Soldatinnen festzustellen. Auch hier muß der Gesetzgeber für Gleichbehandlung sorgen.

Internationale Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, daß Frauen vor Gericht für das gleiche Delikt seltener verurteilt und milder bestraft werden als Männer. Für Deutschland wurde ein "Frauenrabatt" vom Richter am Amtsgericht a. D. Prof. Ulrich Vultejus, Berlin, bestätigt ("Zeitschrift für Rechtspolitik" 3/2008 vom 11. April 2008). Auch eine Studie der Universität Stuttgart belegt, daß Frauen milder wegkommen. Hier müssen Öffentlichkeit und rechtsprechung sensibilisiert werden um die Klischees der generell "unschuldigen Frau" und des "bösen Mannes" zu überwinden.

Das Vortäuschen von, und die falsche Verdächtigung von Männern wegen Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen stellt ein in der kriminologischen Forschung weitgehend vernachlässigtes Thema dar. Eine Studie des LKA Bayern zu diesem Thema geht davon aus, daß deutlich mehr als die Hälfte der angezeigten Sexualstraftaten vorgetäuscht werden. Die seelischen und sozialen Folgen der Opfer von Falschbeschuldigungen sind bislang kaum erforscht.
Solche Falschbezichtigungen sollten konsequent juristisch verfolgt werden. Da im persönlichen Nahbereich häufig eine große Hemmschwelle für eine Strafanzeige gegen die Falschbezichtigerin besteht, sollte die Verfolgung dieser Straftaten von Amts wegen erfolgen.



Frauen dürfen zur Bundeswehr, Männer müssen dorthin. Das ist mit dem Gleichheitsgrundsatz der Verfassung nicht zu vereinbaren. Zur Herstellung wirklicher Gerechtigkeit muß die Wehrpflicht abgeschafft werden oder für beide Geschlechter gelten.


Staatliche Zwangsdienste werden ersatzlos abgeschafft. Falls sie nicht abgeschafft werden können, fallen auch Frauen unter diese Dienste.




4. Die moderne Gesellschaft erlaubt eine Vielfalt von Beziehungen. Beziehungen sind, vor allem, wenn Kinder da sind, von gegenseitiger Verantwortung geprägt. Vater und Mutter haben gleichermaßen die Verantwortung für die Kinder. Das ist unabhängig von der Institutionalisierung der Elternschaft. Unverheiratete Väter sind verheirateten Vätern gleichzustellen.

Vater des Kindes ist derjenige von dem das Kind genetisch abstammt.

In diesem Zusammenhang ist auch§ 1626a aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch zu streichen. Er stellt eine Benachteiligung nichtehelicher Väter dar, indem er ihnen das Sorgerecht für ihre Kinder nur dann zugesteht, wenn die Mutter damit einverstanden ist. Auch gerichtlich können diese Männer eine Übertragung des Sorgerechts nicht durchsetzen. Insofern sind sie nur Väter von Mutters Gnaden und können bei Konflikten leicht ausgegrenzt werden. Unterhalt für das Kind und die Frau zahlen müssen sie allerdings davon unabhängig und im vollen Umfang, was die Angelegenheit besonders grotesk macht.
Mit Anerkennung der Vaterschaft soll das gemeinsame Sorgerecht gelten, solange keine Kindeswohlgefährdung nach § 1666a BGB vorliegt.



4a. Elterliche Verantwortung ist weit mehr als die finanzielle Absicherung. Im Trennungsfall muss die Verantwortung von beiden Seiten übernommen werden. In der modernen Gesellschaft übernehmen daher Väter wie Mütter Eigenverantwortung. Ehegattenunterhalt muss daher die Ausnahme sein.



Die bei der Riesterförderung gezahlten Kinderzuschläge werden grundsätzlich der Mutter überschrieben. Der Vater kann die ihm zustehende Hälfte nur erhalten, wenn seine Frau schriftlich ihr Einverständnis erteilt - das sie einmal jährlich einseitig und ohne Angaben einer Begründung widerrufen kann. Kinderzuschläge sollten automatisch hälftig auf beide Eltern aufgeteilt werden, und zwar unabhängig von der Art der gewählten Lebensform. Eine freiwillige Überschreibung der anteiligen Zuschläge von einem Partner auf den anderen ist dadurch unbenommen.


Bisher sollten, nach dem Willen des Bundesjustizministeriums, Vaterschaftstests von der Zustimmung der potentiellen Täterin (Straftat gemäß § 169 StGB: Personenstandsfälschung sowie gemäß § 263 StGB: Betrug) abhängig gemacht werden. Nicht nur die Deckung von Straftaten dabei ist bedenklich. Bei - je nach Studie - 10 bis 15% Kuckuckskindern wächst auch die Gefahr von juristisch relevantem Inzest, da gerade dort, wo häufig Kuckuckskinder entstehen (Nachbarschaft, Bekanntschaft, Arbeitsumfeld), nicht selten die Kinder auch ihre Partner wählen.
Es sollte deshalb einen obligatorischen Abstammungstest nach der Geburt als Voraussetzung für die standesamtliche Eintragung geben.




4b. Das Sorgerecht für Kinder gehört grundsätzlich beiden Eltern. Damit tragen auch beide die Verantwortung für die Erziehung und die Versorgung des Kindes. Kindesunterhalt wird nur in begründeten Ausnahmefällen gezahlt. Sollte eines der beiden Elternteile finanziell nicht in der Lage sein, das Kind zu erhalten, soll der Lebensmittelpunkt des Kindes bei dem Einkommensstärksten Elternteil liegen. Das Umgangrecht bleibt davon unberührt.


Die Rechte der Väter sind ausgesprochen lückenhaft. Schon in Artikel 6, Abs. 4 Grundgesetz wird die Diskriminierung der Vater-Kind-Beziehung festgeschrieben: Mutter und Kind stehen unter besonderem Schutz des Staates, Vater und Kind nicht. Der Diskriminierung von Scheidungsvätern im Sorge- und Umgangsrecht ist damit Tür und Tor geöffnet. So müssen viele Väter für ihre Kinder zwar Unterhalt zahlen, die Mütter können aber praktisch ungestraft den Kontakt zwischen Vater und Kindern sabotieren.

Müttern, die dem Vater hartnäckig und entgegen gerichtlich festgelegten Regelungen den Kontakt zum Kind verwehren, muß umgehend das Sorgerecht entzogen werden. Ziel sollte es sein, das Sorge- und Umgangsrecht grundsätzlich beiden Eltern zu erteilen, gleichgültig ob sie verheiratet, geschieden oder getrennt leben. Die gemeinsame Verantwortungsgemeinschaft für das gezeugte Leben darf nicht einseitig zerstört werden.





5. Berufswahl, Gestaltung von Beziehungen und Arbeiten des täglichen Lebens sind nicht Sache des Staates. Ihre Gestaltung obliegt den Einzelnen. Der Staat hat Randbedingungen zu schaffen, der es den Menschen ermöglicht, soweit möglich ihren Bedürfnissen entsprechend ihr Leben zu gestalten.

Einer Studie des Bundesfrauenministeriums aus 2006 zufolge leiden nicht nur Mütter, sondern auch Väter unter der Doppelbelastung von Beruf und Familie. Diese Tatsache wird in der Öffentlichkeit oft ignoriert. Nicht zutreffend ist außerdem die häufig verbreitete Aussage, daß Männer sich zu wenig an der Hausarbeit beteiligen. Da Männer häufiger als Frauen berufstätig sind und auch längere Arbeitszeiten haben, ist es völlig natürlich, dass sie weniger Zeit für Hausarbeit aufwenden (können) als Frauen. Ein Vergleich der Gesamt-Arbeitsbelastung (Erwerbstätigkeit plus Hausarbeit) bei berufstätigen Paaren ergibt außerdem eine im Schnitt 1,25 Stunden pro Woche größere zeitliche Belastung von Männern. Die zeitlichen Belastungen von Frauen und Männern müssen fairer beurteilt werden.


An Mädchen-Zukunftstagen („Girl’s Days“) bekommen Mädchen die Chance, geschlechteruntypische Berufe kennen zu lernen. Jungen wird diese Chance weitgehend und vorsätzlich vorenthalten, obwohl das „Forum Bildung“ die gleiche Teilhabe von Mädchen und Jungen an Maßnahmen zur Erweiterung des Berufswahlspektrums auf geschlechtsuntypische Berufe schon kurz nach dem PISA-Schock empfohlen hat. Alternative: flächendeckend Zukunftstage auch für Jungen und die Projekte müssen aus dem Zugriff von "girls day" -Organisatoren geholt werden, die das bisherige Projekt "neue Wege für Jungs" nur als Umerziehungsprojekt nutzen.

Besser wäre hier einfach ein geschlechtsunspezifischer Berufsorientierungstag, in dem z. B. aktuelle Berufstrends aufgezeigt werden können (etwa wie jetzt die MINT Berufe, die besondere Chancen bieten) oder auch die sozialpädagogischen Berufe (wenn die staatliche Finanzierung nicht schlappmacht.)


Zwischen Juli 2008 und Juli 2009 nahm die Zahl der arbeitslosen Männer in Deutschland um 17,1 Prozent zu, während die Zahl der arbeitslosen Frauen derweil um 1,4 Prozent zurückging.
Noch schlechter ist die Situation bei jungen Männern bis 24 Jahren: bei ihnen stieg die Zahl der Jobsuchenden innerhalb eines Jahres um gut 26 Prozent, bei jungen Frauen nur um 2,8 Prozent.
Wir müssen eine Arbeitsmarktpolitik betreiben, die sich an der Realität der Arbeitslosenzahlen orientiert.





6. Gewalt, auch häusliche Gewalt, erfordert den Schutz und Hilfe für die Opfer. Die kann nicht am Geschlecht ausgerichtet sein. Maßnahmen sollten daher auf Hilfe und Beseitigung der Situation ausgerichtet sein und nicht auf geschlechterpolitische Aktionen.
Das erfordert eine objektive, sachliche Berichterstattung und Begutachtung sowie, soweit Aufgabe des Staates, einen hilfeorientierten Ansatz.
Daher sind Frauenhäuser künftig als Gewaltschutzhäuser zu betreiben, die Opfern jedes Geschlechts Zuflucht bieten, aber auch Kindern. Damit können auch die Opfer erkennen, das Gewalt eine Sache von Täter und Opfer ist und nicht eine Sache des Geschlechts.

Das Bundesfamilienministerium hat inzwischen anerkannt, daß bei häuslicher Gewalt Frauen die Hälfte der Täter stellen. Dennoch verbreiten Politik und Medien weiterhin die Legende von den Frauen als alleiniges Opfer gewalttätiger Männer. Männer werden als Opfer häuslicher Gewalt kaum zur Kenntnis genommen. Gewalt von Frauen ist ein gesellschaftliches Tabu; deswegen trauen sich nur wenige Männer, bei der Polizei Anzeige gegen ihre Partnerinnen zu erstatten. Oft wird ihnen auch nicht geglaubt, und es mangelt außerdem an geeigneten Hilfsangeboten für betroffene Männer. So ist auf der Website der Stadt Berlin zwar ein Hilfsangebot von 600 Betten für Frauen bei häuslicher Gewalt zu finden, für die ca. 23% der dort offiziell polizeilich gemeldeten Fälle männlicher Opfer steht aber nichts zur Verfügung.
Häusliche Gewalt muß unabhängig vom Geschlecht bekämpft werden.



Während viele Initiativen gegen Beschneidungen und Genitalverstümmelungen bei Frauen kämpfen, werden männliche Opfer dieses brutalen Ritus außer acht gelassen. Tatsächlich findet die rituelle Beschneidung von Jungen überall dort statt, wo auch Mädchen beschnitten werden. In Ländern der Dritten Welt werden solche Verstümmelungen auch um nichts weniger brutal vorgenommen als bei Mädchen, und die dabei entstehenden Verletzungen und Todesfälle sind gleichermaßen ernstzunehmen. Die männlichen Opfer dieses brutalen und überflüssigen Brauchs sind nicht weniger wert als die weiblichen. Beschneidungen von Kindern und Jugendlichen ohne gesundheitlichen Grund gehören abgeschafft bzw. bei religiöser Motivation in die Eigenverantwortung Erwachsener gelegt.

Wenn über Zwangsheiraten und Ehrenmorde unter den in Deutschland lebenden Türken berichtet wird, ist fast immer nur von weiblichen Opfern die Rede. Daß auch türkische Männer gegen ihren Willen von ihren Familien verheiratet werden, findet nur selten Erwähnung. Ebensowenig die Tatsache, dass ein Drittel der Opfer vonEhrenmorden in Deutschland Männer sind, in der Türkei sogar zwei Drittel. Hier sollten wir mehr Objektivität bei Politik, Hilfsorganisationen und Medien einfordern



7. Ämter müssen der Kontrolle durch die Wähler unterliegen. Jugendämter sind daher aufzulösen und ihre Nachfolgeorganisation einem dem Bürger verantwortlichen Ministerium zu unterstellen.




Feministische Mythen und einseitige Darstellungen

.



Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   printer-friendly view    Zirkel des Perseus Foren-Übersicht -> Politische Forderungen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2

 
Du kannst Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen