ajk
Anmeldungsdatum: 22.01.2009 Beiträge: 812

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Verfasst am: 27 Sep 2009 17:03 Titel: Schutz vor Gewalt keine Geschlechterfrage |
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| Zitat: | 6. Gewalt, auch häusliche Gewalt, erfordert den Schutz und Hilfe für die Opfer. Die kann nicht am Geschlecht ausgerichtet sein. Maßnahmen sollten daher auf Hilfe und Beseitigung der Situation ausgerichtet sein und nicht auf geschlechterpolitische Aktionen.
Das erfordert eine objektive, sachliche Berichterstattung und Begutachtung sowie, soweit Aufgabe des Staates, einen hilfeorientierten Ansatz.
Daher sind Frauenhäuser künftig als Gewaltschutzhäuser zu betreiben, die Opfern jedes Geschlechts Zuflucht bieten, aber auch Kindern. Damit können auch die Opfer erkennen, das Gewalt eine Sache von Täter und Opfer ist und nicht eine Sache des Geschlechts.
Das Bundesfamilienministerium hat inzwischen anerkannt, daß bei häuslicher Gewalt Frauen die Hälfte der Täter stellen. Dennoch verbreiten Politik und Medien weiterhin die Legende von den Frauen als alleiniges Opfer gewalttätiger Männer. Männer werden als Opfer häuslicher Gewalt kaum zur Kenntnis genommen. Gewalt von Frauen ist ein gesellschaftliches Tabu; deswegen trauen sich nur wenige Männer, bei der Polizei Anzeige gegen ihre Partnerinnen zu erstatten. Oft wird ihnen auch nicht geglaubt, und es mangelt außerdem an geeigneten Hilfsangeboten für betroffene Männer. So ist auf der Website der Stadt Berlin zwar ein Hilfsangebot von 600 Betten für Frauen bei häuslicher Gewalt zu finden, für die ca. 23% der dort offiziell polizeilich gemeldeten Fälle männlicher Opfer steht aber nichts zur Verfügung.
Häusliche Gewalt muß unabhängig vom Geschlecht bekämpft werden.
Während viele Initiativen gegen Beschneidungen und Genitalverstümmelungen bei Frauen kämpfen, werden männliche Opfer dieses brutalen Ritus außer acht gelassen. Tatsächlich findet die rituelle Beschneidung von Jungen überall dort statt, wo auch Mädchen beschnitten werden. In Ländern der Dritten Welt werden solche Verstümmelungen auch um nichts weniger brutal vorgenommen als bei Mädchen, und die dabei entstehenden Verletzungen und Todesfälle sind gleichermaßen ernstzunehmen. Die männlichen Opfer dieses brutalen und überflüssigen Brauchs sind nicht weniger wert als die weiblichen. Beschneidungen von Kindern und Jugendlichen ohne gesundheitlichen Grund gehören abgeschafft bzw. bei religiöser Motivation in die Eigenverantwortung Erwachsener gelegt.
Wenn über Zwangsheiraten und Ehrenmorde unter den in Deutschland lebenden Türken berichtet wird, ist fast immer nur von weiblichen Opfern die Rede. Daß auch türkische Männer gegen ihren Willen von ihren Familien verheiratet werden, findet nur selten Erwähnung. Ebensowenig die Tatsache, dass ein Drittel der Opfer vonEhrenmorden in Deutschland Männer sind, in der Türkei sogar zwei Drittel. Hier sollten wir mehr Objektivität bei Politik, Hilfsorganisationen und Medien einfordern |
_________________ "Überflüssig zu fragen, was Domänen drohte, die von denjenigen erobert würden, die unfähig sind, selbst welche aufzubauen. Die Zustände in Politik, Bildung und Medien haben längst die Antwort geliefert." Der Maskulist |
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