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Die Jungen als Problemkinder in Deutschland- ein Aspekt


 
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Alleinerziehende :: Vaterlos - und wer sind die Verlierer?  
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dirk



Anmeldungsdatum: 26.01.2010
Beiträge: 23
Wohnort: Leipzig

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BeitragVerfasst am: 18 Feb 2010 15:16    Titel: Die Jungen als Problemkinder in Deutschland- ein Aspekt Antworten mit Zitat

Die Jungen als Problemkinder in Deutschland- ein Aspekt

Ja, es ist richtig, dass Jungen heute mehr Probleme machen als Mädchen. Aber, wo sind Ursachen zu suchen.

Ich will hier mal unser Bildungssystem etwas betrachten.

Mit der Aufhebung der Trennung in Jungen und Mädchenschule zeigte sich, dass die Jungen die besseren Schüler waren. Die Hauptaufgabe der Schule war die Wissensvermittlung und die geistige Bildung.

Und dann wurden die Mädchen immer besser ?

Nein, es änderte sich die Leistungsbewertung. Das Verstehen des dargebotenen Stoffes wurde unwichtiger, das Lieb sein, keine Fragen gegen den Strom stellen und Alles schön auswendig lernen, dass ist die Domäne der Mädchen.

In den Fächern, wo auswendig gelernt wurde waren sie immer schon die besseren, Gedichte lernen, Vokabeln und so. Im Naturwissenschaftlichem Unterricht waren immer die Jungen die besseren.

Also mussten die Mädchen hier gefördert werden.

So ist auch der Unterricht vom Auswendiglernen geprägt worden.

Der Ersatz der Lehrer durch Lehrerinnen brachte es, dass weniger Experimente gemacht werden (Chemie ist das was kracht und stinkt, Physik wenn´s nie gelingt), die Lieblingsfächer der Jungen wurden entwertet und ebenfalls das auswendig gelernte höher bewertet.
Somit war nicht mehr das Verstehen und Begreifen, die Domäne der Jungen, sondern die Wortgenaue Wiedergabe einer Definition die höher bewertete Leistung.

Die Lehrerinnen brachten es auch mit, das das „Liebsein“ immer wichtiger als Wissen und können wurde.

Die Jungen haben weniger bis keine Erfolgserlebnisse auf fachlichem Gebiet mehr. Solange , bis sie diese Art der Wissensvermittelung ablehnen.

Ich habe schon vor vielen Jahren zwischen hohem Wissensstand und anwendungsbereitem Wissen unterschieden.

Diese Unterscheidung treffen Andere in Theoretiker und Praktiker.

Unsere Jungs sind eher Praktiker, die Mädchen Theoretiker.

In der späteren Ausbildung auf technischen Gebiet fällt dass dann den Damen vor die Füsse. Sie können jede Formel noch runterbeten, wo sie angewandt wird ist Sache der Jungen

Solange wie „Theoretiker“ oder „nichtanwendungsbereites Wissen“ höher bewertet ist, werden Jungen keine Chancen haben und sich zurückziehen.

Und die Jungen, die prima Ingeneure, Techniker oder Wissenschaftler geworden wären haben sich selber Aufgegeben.

Wäre die Wiedertrennung der Schulen in Mädchen und Knaben- Schulen eine Lösung?


Der Unterschied im Lernen von Jungen und Mädchen führte früher auch zu Frauen und Männerberufen, hier mal abgesehen von den körperlichen Voraussetzungen.
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ajk



Anmeldungsdatum: 22.01.2009
Beiträge: 812

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BeitragVerfasst am: 18 Feb 2010 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ich gehe schon einen Schritt weiter. Die öffentlichen Schulen sind am Arsch. Die Lehrer sind schwach und ohne Integrität, es gibt sehr viele Schüler die kein Deutsch können und auch aus Kulturen sind, die kein Arbeitsethos im unseren Sinne kennen.

Ich glaube was helfen könnte ist eine Struktur von "Schulen" die stark auf Internetschulungen, Foren und co setzen. Damit unterprivilegierte oder total abgeschottene in Hintertupfingen (nix gegen die Stadt..) lernen können. Damit eine Kultur wieder fliessen kann, ich sehe das wirklich als Aufgabe für uns Europäer...

/ajk

_________________
"Überflüssig zu fragen, was Domänen drohte, die von denjenigen erobert würden, die unfähig sind, selbst welche aufzubauen. Die Zustände in Politik, Bildung und Medien haben längst die Antwort geliefert." Der Maskulist
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dirk



Anmeldungsdatum: 26.01.2010
Beiträge: 23
Wohnort: Leipzig

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BeitragVerfasst am: 18 Feb 2010 18:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hast mich auf eine Iddee gebracht.
Ein neues dreigliedriges Schulsystem

Schulen für Mädchen
(den Femis klarmachen, dass nur so die Mädchen allumfassend gefördert und ohne sexuelle Belästigungen ... den üblichen Scheiss eben und die Femis erheben dies zu ihrer Forderung /grins)

Schulen für Jungen
Warum, darüber muss nicht geredet werden

Schulen mit verstärktem Deutschunterricht (Nein, nicht für Immigranten, ließe sich nicht durchsetzen, kommt aber aufs selbe raus.

Endeffekt: die Schule kann wieder der Bildung dienen. Es werden unterschiedliche "Beschulungsmodelle" nötig werden.

Denn die Zeiten, wo Jungen überwiegend das Techn. Naturwissenschaftliche Gymnasium und Mädels das künstlerisch oder sprachliche besuchten sind ja weggegendert.
Leider hat die gegenderte Auslese bereits vor dem Zugang zum Gymnasium begonnen.
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Prometheus



Anmeldungsdatum: 19.08.2009
Beiträge: 152
Wohnort: Luxemburg

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BeitragVerfasst am: 18 Feb 2010 22:09    Titel: Antworten mit Zitat

Bei uns in Luxemburg kommt noch ein zusätzliches Problem dazu. Unsere Muttersprache ist Luxemburgisch, in der Schule werden aber zusätzlich dazu noch drei Fremdsprachen gelehrt (Deutsch, Französisch und Englisch). Dadurch liegt der Fokus notgedrungen sehr stark auf den Sprachen, was für viele Jungs ein Problem ist.

In Luxemburg gibt es ein zweigliedriges Schulsystem. Die Grundschule dauert sechs Jahre. Während dieser Zeit liegt der Focus haupsächlich auf Deutsch und Französisch, daneben gibt es natürlich auch noch das Luxemburgische. Es gibt Rechenunterricht, ansonsten bleibt für Wissenschaft aber nur wenig Zeit.

An die Grundschule schließt sich dann ein Siebenjähriger "Lycée" an. In den ersten drei Jahren, dem "Cycle inférieure" geht es mit den Sprachen ungebremst weiter, aber immerhin stehen jetzt neben Mathematik auch Biologie, Geographie und Geschichte auf dem Stundenplan (Ob diese Fächer jungenfreundlich sind, ist weitgehend vom Lehrer abhängig). Im zweiten Jahr ("sixième") kommt dann mit Englisch die dritte Fremdsprache dazu.

Danach kann der Schüler zum ersten mal wählen, und zwar zwischen "scientifique" und "littéraire". Ich habe natürlich "scientifique" gewählt, und hatte danach dann auch Chemie und Physik, wenn auch vorerst noch nicht all zu viel. Wer dagegen "littéraire" wählt, lernt seine vierte Fremdsprache (es stehen mehrere zur Auswahl), und muss sich mit allem, was auch nur entfernt nach Wissenschaft riecht, nicht mehr abgeben.

Für die letzten beiden Jahre wird weiter unterteilt. Von "scientifique" aus kann man zwischen

    B) Mathematik
    C) Biologie
    D) Wirtschaftswissenschaften

auswählen. Von "littéraire" aus bieten sich die Möglichkeiten

    A) Sprachen
    E) Kunst
    F) Musik
    G) Ein bisschen von allem aber von nichts viel


Ich habe B gewählt. Hier hat man dann viel Chemie und Physik, und wie der Name schon sagt, natürlich Mathematik. Im ersten Jahr hatte ich acht Stunden Mathematik pro Woche, im zweiten sogar zehn. Hier habe ich die Dinge gelernt, die es mir auf der Uni ermöglicht haben, das Grundstudium zu überstehen. Aber auch auf B hatte ich vorerst noch die drei Fremdsprachen als Hauptfächer auf dem Stundenplan. Erst im letzten Jahr kann man von B und C aus eine Sprache abwählen. Bei mir war das das Französische.

Wir haben also ein Schulsystem, in dem Jungs durch seine Sprachenlastigkeit früh demotiviert werden, und Mädchen von ihren Schwachpunkten weitgehend verschont bleiben.

Ach ja, dirk bist du Sachse bei wgvdl.com?
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dirk



Anmeldungsdatum: 26.01.2010
Beiträge: 23
Wohnort: Leipzig

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BeitragVerfasst am: 18 Feb 2010 22:42    Titel: Antworten mit Zitat

Jo, dort bin ich der

Das Schulsystem bei euch ist ja noch belastender.
Warum gibt es nirgendwo eine richtig technisch orientierte Schulform.
Das wäre was für Jungen!
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Prometheus



Anmeldungsdatum: 19.08.2009
Beiträge: 152
Wohnort: Luxemburg

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BeitragVerfasst am: 19 Feb 2010 11:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ein pikantes Detail hatte ich Gestern Abend noch ganz vergessen. Um die Fremdsprachen weiter zu vertiefen, werden im "Lycée" sämtliche Fächer in Fremdsprachen unterrichtet. So wird während dem Mathematikunterricht zum Beispiel nur Französisch geredet.
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ajk



Anmeldungsdatum: 22.01.2009
Beiträge: 812

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BeitragVerfasst am: 19 Feb 2010 12:53    Titel: Antworten mit Zitat

Mit dem was ich sagte meinte ich das folgende:

Wir brauchen in Deutschland (und in Europa) die Eigeninitative. Nicht für den Staat, nicht für Europa, sondern für Uns, für die Menschen die in Europa wohnen. Wir verlieren eine Generation nach der anderen wegen unserer schlechten Politik und Bildung. Jungs werden absichtlich gedemütigt und rausgeworfen, sie landen quasi auf dem Müllhaufen.

Und genau da möchte ich ansetzen. Es kann doch möglich sein das Deutschlandweit Bildungsinitativen gestartet werden. Erwachsene Männer setzen sich zusammen und entwickeln ein System wie man Jungs das notwendige Wissen beibringt, sie rüstet fürs Leben, Kontakte knüpft und allgemein die "Weisheit" fördert.

Dazu braucht es nicht mal viel, es gibt genug "hungrige Seelen" die nur darauf warten endlich wieder gebraucht zu werden. Sowohl Senioren die etwas beibringen könnten, als auch Jungs die gerne Wissen vermittelt bekommen wollen. Ob in der Form eines Mentoren-programm, oder direkter Frontalunterricht oder oder oder..

Wichtig ist das die Menschen wieder vertrauen zueinander bekommen, das sie sich als gemeinschaft fühlen, das die Alten den Jungen was übermitteln können, das sie sich helfen können. Ich bin mir sicher das es genug Männer gibt die so viel wissen, aber niemandem weitergeben können was sie wissen. So erfinden alle die Räder permanent neu. Und junge Männer lernen erst mit 25 oder gar 30 das man Frauen nicht alles vergibt und alles erlaubt.

Irgendwo in den Städten und Dörfern in Deutschland, kleine Räumlichkeiten, kleine Gruppierungen die Lehrpläne (praktisch orientiert!) entwickeln und so weiter.

Schulen sind sowieso unter Kontrolle von Weicheiern und Feministinnen. Die Noten sind wertlos geworden. Wir brauchen den Kontakt zur Wirtschaft, wir brauchen persönliche Strukturen, wo der potenzielle Arbeitgeber anrufen kann beim Mentor und fragt ob der junge Bursche da was taugt. Auf Schulen ist da kein Verlass, das ist schon 1995 nichts mehr wert gewesen. Früher war das ja dafür da.

Ich würde vor allem sehr stark auf das Internet setzen. Und verlockend wird das schon sein wenn man zeigt das es um wirkliches Wissen und Kontakte geht. Ist halt schon viel arbeit und geht wohl nur mit Freiwilligenarbeit und parallel laufende unabhängige Strukturen.

Darum: Rentner, Arbeitslose und co.. Ob Bauern oder Handwerker oder Steuerberater und und und.

Es geht mir übrigens um einfachste Sachen: Kopfrechnen, Maschinen- wie funktionieren die, Was ist ein Wirtschaftskreislauf. Vieles davon wird gar nicht mehr beigebracht. Es fehlen Männer in den Schulen die keine Pädagogen-soziologen sind..

/ajk

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dirk



Anmeldungsdatum: 26.01.2010
Beiträge: 23
Wohnort: Leipzig

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BeitragVerfasst am: 19 Feb 2010 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

Etwas tun. Natürlich.

Es sind aber nur kleine Lichter, die man setzen kann. Leider. Hatte hier in Leipzig mal so ein Grüppchen für Schülernachhilfe in techn. Fächern durchgeführt. Kostenlos, freiwillig, ohne irgendeine Organisationsform. Es sprach sich rum und es wurden immer mehr.
Leider ein bitteres Ende. Eine Schulerhilfefirma (teuer!) bekam davon Wind und unternahm "rechtliche Schritte" Sauerei. Will jetzt mal einen Rahmen finden, Kirche oder so. Mal sehen.

Wenn ich dies von Luxemburg höre, gut nicht übel nehmen, habe keine Ahnung von diesem Land. (Es war mal weiter weg als der Mond, und dies lag an ein bisschen Beton und Stacheldraht, fliegendes Blei eingeschlossen) Aber es müsste sich doch durchsetzen lassen, als Allererstens, dass eine echte Muttersprache gefunden wird, damit außer der Ausbildung aller möglicher europ. Sprachen auch noch Anderes einen Sinn hat. Wenn ich mir Vorstelle Mathe in Russisch (war mein Hassfach)unterrichtet zu bekommen, Chaos pur!

Ein Einstein sprach bestimmt keine vier Sprachen. Will Luxemburg mit diesem Monstrum von Sprachausbildung einen neuen Einstein verhindern? Confused


Nun versuche man mal, übers Internet, ohne finanzielle Interessen, sozusagen "Was Jungen wissen müssen" ins Leben zu setzen. Das Problem werden wieder die Kreise sein, die viel Geld mit den unsinnigen Schulsystemen verdienen. Dann wird Alles schlechtgemacht, der Ruf ruiniert und die Sache ist wertlos.
Leider wird es beim Klein-Klein bleiben. Die Lösung ist tausenfaches Kleinklein. Mal sehen, ob man das Anregen und bisschen organisieren kann.
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dirk



Anmeldungsdatum: 26.01.2010
Beiträge: 23
Wohnort: Leipzig

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BeitragVerfasst am: 19 Feb 2010 17:05    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Sache, auf die ich stolz bin:
Junge, Vater tödlichen Unfall, von der Grundschule wegen Lese-Rechtschreibschwäche auf Hilfsschule abgeschoben,.......
Ausbildung zum Automechaniker, macht bald seinen Meister.

Das deutsche Bildungssystem hatte ihn ausgesondert und abgeschrieben...
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ajk



Anmeldungsdatum: 22.01.2009
Beiträge: 812

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BeitragVerfasst am: 19 Feb 2010 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

Also klein-klein ist schon gut. Blos kein Bürokratieklotz...

In übrigen könnte man als gGmbH firmieren und das wirklich für arbeitslose oder gescheiterte Schüler machen.

Ist ja cool das DU so etwas gemacht hast. Smile

Das wäre ne Aktion für den Zirkel des Perseus.

Was hast Du für Erfahrungen? Was muss dafür an "Organisation" vorhanden sein?

gruss

/ajk

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Prometheus



Anmeldungsdatum: 19.08.2009
Beiträge: 152
Wohnort: Luxemburg

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BeitragVerfasst am: 20 Feb 2010 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Eine Schulerhilfefirma (teuer!) bekam davon Wind und unternahm "rechtliche Schritte"


Was genau können die dir den überhaupt vorwerfen. Mir fällt kein Gesetz ein, gegen das du mit nicht-kommerzieller (also gemeinnütziger) Nachhilfe verstoßen würdest.

Zitat:
Aber es müsste sich doch durchsetzen lassen, als Allererstens, dass eine echte Muttersprache gefunden wird, damit außer der Ausbildung aller möglicher europ. Sprachen auch noch Anderes einen Sinn hat.


Das Problem ist, dass die Luxemburger Wirtschaft in sehr starkem Maß von Grenzgängern abhängig ist. Diese machen in etwa 65% aller Arbeitnehmer aus, und können grundsätzlich kein Luxemburgisch (und weigern sich auch kategorisch, es zu lernen). Das führt dazu, dass man beim normalen Einkaufen oft schon mit Fremdsprachen arbeiten muss, im Berufsleben ist es natürlich noch schlimmer. Weitere Ausländer werden von den diversen Banken aus deren Heimatländern geschickt; daneben gibt es dann noch die Europabeamten. Wir haben also das ultimative Sprachchaos.

Zitat:
Ein Einstein sprach bestimmt keine vier Sprachen. Will Luxemburg mit diesem Monstrum von Sprachausbildung einen neuen Einstein verhindern?


Zumindest hat es den Effekt, das der Anteil an Hochschulabsolventen bei uns niedriger ist als in unseren Nachbarländern. Dies gilt (wenn wunderts) besonders für die technischen Bereiche. Die dadurch entstehende Lücke wird wieder mit Ausländern geschlossen. (Diese kommen bereitwillig, da die Löhne bei uns höher sind)

Zitat:
Jungs werden absichtlich gedemütigt und rausgeworfen, sie landen quasi auf dem Müllhaufen.


Aber genau das ist der Grund, weshalb außerschulische Projekte höchstens einen Tropfen auf den heißen Stein sein können. Die Jungs befinden sich mehrere Stunden täglich in feindlicher Umgebung. Das färbt ab.
Wir müssen das System selbst ändern. Hier in Luxemburg ließen sich sogar unter Beibehaltung der heiligen Kuh Viersprachigkeit Fortschritte erziehlen, wenn man den Sprachunterricht praxisorientierter gestaltet, und auf überflüssige Details verzichtet. Was der Unterschied zwischen "le mousse" (der Schiffsjunge) und "la mousse" (die Mousse, der Schaum) ist, brauche ich wirklich nicht zu wissen. Die freiwerdende Zeit könnte man dann für Wissenschaft und Technik benutzen.
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ajk



Anmeldungsdatum: 22.01.2009
Beiträge: 812

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BeitragVerfasst am: 20 Feb 2010 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

ich denke halt dass ein Kampf mit dem Staat sinnfrei ist, lieber Fakten schaffen. Das System ändern kann man wenn man bewiesen hat dass es anders geht. Im Grunde brauchen wir nur das, was vor 40 Jahren normal war. Duales System und so. Das ist völlig wegdiskutiert worden.

Hat bestimmt mit der Feminisierung zu tun. Was wissen Frauen auch gross von Lehre und Berufsschule in technischrn Bereichen? Uni ist viel "sicherer".

ajk

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Odin



Anmeldungsdatum: 22.04.2009
Beiträge: 505

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BeitragVerfasst am: 20 Feb 2010 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

ajk hat folgendes geschrieben:


Und genau da möchte ich ansetzen. Es kann doch möglich sein das Deutschlandweit Bildungsinitativen gestartet werden. Erwachsene Männer setzen sich zusammen und entwickeln ein System wie man Jungs das notwendige Wissen beibringt, sie rüstet fürs Leben, Kontakte knüpft und allgemein die "Weisheit" fördert.

Dazu braucht es nicht mal viel, es gibt genug "hungrige Seelen" die nur darauf warten endlich wieder gebraucht zu werden. Sowohl Senioren die etwas beibringen könnten, als auch Jungs die gerne Wissen vermittelt bekommen wollen. Ob in der Form eines Mentoren-programm, oder direkter Frontalunterricht oder oder oder..


Irgendwo in den Städten und Dörfern in Deutschland, kleine Räumlichkeiten, kleine Gruppierungen die Lehrpläne (praktisch orientiert!) entwickeln und so weiter.


Ich würde vor allem sehr stark auf das Internet setzen. Und verlockend wird das schon sein wenn man zeigt das es um wirkliches Wissen und Kontakte geht. Ist halt schon viel arbeit und geht wohl nur mit Freiwilligenarbeit und parallel laufende unabhängige Strukturen.

Darum: Rentner, Arbeitslose und co.. Ob Bauern oder Handwerker oder Steuerberater und und und.

Es geht mir übrigens um einfachste Sachen: Kopfrechnen, Maschinen- wie funktionieren die, Was ist ein Wirtschaftskreislauf. Vieles davon wird gar nicht mehr beigebracht. Es fehlen Männer in den Schulen die keine Pädagogen-soziologen sind..

/ajk


Sowas gibt es schon überall. In Rosenheim arbeite ich z.B. da mit:
http://www.qualipaten.de/

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Odin
http://www.youtube.com/OdinGerman
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dirk



Anmeldungsdatum: 26.01.2010
Beiträge: 23
Wohnort: Leipzig

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BeitragVerfasst am: 20 Feb 2010 14:38    Titel: Antworten mit Zitat

Was genau können die dir den überhaupt vorwerfen. Mir fällt kein Gesetz ein, gegen das du mit nicht-kommerzieller (also gemeinnütziger) Nachhilfe verstoßen würdest.

Solange du es allein machst, geht es. Als wir 3 Leute waren die sich kümmerten, berichtete ein Regionalblatt. Daraufhin schwebten Anwaltsschreiben ein, wir haben die ganze Sache dann wieder ohne jede Öffentlichkeit weitergeführt, es ist ruhiger geworden.
Bei mir kam dann der Vorwurf, ich würde meine Erwerbsunfähigkeit nur Vortäuschen (lächerlich, paar Stunden im Monat, wo ich auch jederzeit absagen oder beenden kann)

Wie überhaupt kam es dazu.
Eigentlicher Beginn war ein Dorffest vor vielen Jahren. Seifenkistenrennen. Da wurde überall geschraubt bei den Jungen. Über meinen Sohn kamen auch einige wegen Hilfe oder Werkzeug. Die kamen später dann auch bei anderen tech. Sachen. und so gab es dann Gesprächskreise , wurde mal MAthe und mal Physik geübt. Z.Z ist es etwas ruhig, aber das liegt auch bisschen an mir. Scheisskrankheit.


Zu den Fragen: man braucht am Besten gar keine Organisation. <Ein Zettel irgendwo: Hallo Nachbarjunge. Klappts nicht mit Mathe oder Fahradreparieren? Hat dei Vater keine Zeit? Ich helf dir gern, kost nix"

Kommt einer, bringt er auch bald seinen Kumpel mit.....



Zur Sprachvielfalt in Luxemburg. Wenn die Voraussetzung für eine gute technische Ausbildung (Begreifen, um die Ecke denken, logisches Denken) an eine vorausgegangene reine Fleissausbildung ganz anderer Ausrichtung ist, dann werden die Ergebnisse nicht optimal werden.

Man drehe mal die Sache um: erst nach einer Mathe/ Physikausbildung mit hervorragenden Ergebnissen gäbe es eine Sprachausbildung in Fremd- und Muttersprache. Die Leute wären alle stumm


Very Happy
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